Sächsische Landweine von Winzer Ronny Beier

Über mich

Ronny Beier

Inspiration

Auslöser meiner Leidenschaft war der urige, ca. 80 Jahre alte Rebstock am Haus meiner Eltern. An diesem kümmerte ich mich als Jugendlicher um den Rebschnitt und alle weiteren Pflegemaßnahmen.

 

Faszination

Die aus dieser intensiven Beschäftigung gewonnenen Trauben brachten wir zur Winzergenossenschaft in Meißen. Dafür bekamen wir den fertigen Wein. Langsam fand ich gefallen an der Tätigkeit und kam immer mehr auf den Geschmack, nicht zuletzt auch durch meinen Großcousin. Er brachte immer guten Moselriesling mit.

 

Passion

Mein Ergeiz war geweckt. Also begann ich den Wein selbst zu keltern. Mit einer geborgten Weinpresse begann ich, den kostbaren Saft aus den Trauben zu pressen. Mit dem noch im Glasballon ausgebauten Hauswein sammelte ich erste Erfahrungen und der Wein schmeckte von Jahr zu Jahr besser.

 

Qualifikation

Im Rahmen meines Gartenbaustudiums in Dresden-Pillnitz, lernte ich ganz wichtige Dinge hinzu, wie Pflanzengesundheit, Pflanzenschutz, Düngung, Bodengesundheit und vieles mehr. Als ein Wahlfach belegte ich Weinbau. Auch in meiner Diplomarbeit mit dem Titel: Vorkommen der Kräuselmilbe und Raubmilbe im sächsischen Weinbau, widmete ich mich meinem Lieblingsthema Wein. Durch Praktika bei dem Winzer Zimmerling in Pillnitz und später im fränkischen Mainstockheim auf dem Winzerhof Burrlein, erweiterte ich mein Wissen um Anbau und besonders den Ausbau des Weines im Keller.

 

Basis für den Erfolg - die exponierte Lage

Im Winter 1999/2000 wurde mir eine Rebfläche im Weinberg Dresden-Wachwitz angeboten und ich ergriff die Chance. Diese ca. 2000 m² große Rebfläche nutzten mein Bruder, zwei Freunde und ich gemeinsam. Die im Herbst gelesen Trauben kelterten wir für den Eigenbedarf selbst.

 

Profession

In den Jahren 2003 und 2006 kamen weitere Flächen hinzu, sodass ich 2007 die Selbständigkeit als Winzer anmelden konnte.

 

Intention - meine Unternehmensphilosophie

Zum Schutz des Ökosystems Weinberg verzichte ich bewusst auf chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel zur Bewirtschaftung des Weinbergs. Stets wird eine natürliche Bodenbegrünung belassen. Es kann sich ein gesunder, reich belebter Boden entwickeln und natürliche Lebensräume werden erhalten. Das alles erfordert oft mehr Arbeit, Einsatz und Zeit als bei konventioneller Bewirtschaftung.

 

Vision

Als Winzer wie Besucher erfreuen wir uns gemeinsam an einem blühenden Weinberg mit teils seltenen Tieren und Pflanzen. Die Art der Bewirtschaftung wirkt sich auch auf die Reben aus. Sie sind länger widerstandsfähig gegen Krankheiten und können so gesunde und natürliche wundervolle Trauben mit sortentypischen Aromen hervorbringen.

 

Mein Ziel

ist es, Weine mit ureigenem Charakter und individueller Raffinesse zu erhalten. Individuell schon allein deshalb, weil ich als einziger Winzer des Weinbergs die gelesenen Trauben selber keltere.

 

Ausbau

Grundsätzlich baue ich meine Weine trocken aus, eben typisch sächsisch. Durch gut ausgereifte Trauben erhalte ich einen kräftigen mineralisch betonten Wein.

 

Größe und Lage der Rebflächen

Der Königliche Weinberg Wachwitz mit einer Gesamtfläche von 20.000 m² (2 ha), befindet sich sehr versteckt, romantisch gelegen am Elbhang zwischen dem Wachwitzer Schloss und Fernsehturm in einem Naturschutzgebiet. Die von mir bewirtschaftete, 5.300 m² große Fläche mit ca. 4.000 Rebstöcken ist in vier nicht zusammen liegende Parzellen unterteilt.